Käpt’n Book am Freitag
Autorin on tour / 13. November 2015

Heute hatte ich ganz kurze Fahrtzeiten, aber vor der ersten Lesung um 9°° Uhr stand ich trotzdem im Stau. Nervös und angespannt baute ich schnell meine Bücher auf, aber die zweite Kindergartengruppe war gleichzeitig mir mir eingetroffen, so dass kein Zeitverlust entstand. Eine ungewohnte Zuhörerin: Frau Kothe vom Bonner Kulturamt und Leiterin der Veranstaltungsreihe. „Einmal muss ich Sie doch gehört haben“, so ihre Begrüßung. Es waren mindestens 60 Kinder mit vier Betreuern und den Bibliotheksleiterinnen der  EÖB Johanneskirche. Ich las „Buche grün und Buche rot“ vor und versuchte, die Aufmerksamkeit der 4 bis 5 jährigen zu binden, was mir auch beim größten Teil gelang. Aber so viele so kleine Zuhörer sind schwer zu fesseln. Ordentlich geschwitzt verteilte ich Bucheckernhülsen und reichte die Buchenscheibe herum. Frau E. bedankte sich für die Bibliothek mit einem Blumenstrauß. Ich war ganz gerührt. Erzieher/innen und Kinder bedankten sich mit einem Applaus und traten den Weg zurück in ihre Kindergärten an. Mir blieb noch Zeit, mit Frau Kothe und Frau E. ein wenig zu plaudern. Frau Kothe empfahl mir dringend, dieses Buch erst für die Grundschule anzubieten, denn „die Geschichte ist sehr schön, aber Kindergartenkinder sind noch zu klein, um alles zu verstehen. Lassen Sie mich…

Käpt’n Book in Bad Godesberg
Autorin on tour / 12. November 2015

Die Fahrt(en) heute waren nicht lang: Bad Godesberg. Früher eine selbstständige Gemeinde, heute längst mit Bonn zusammen gewachsen und eingemeindet.Erster Lesungsort um 9°°Uhr: EÖB an der Christuskirche. EöB ist die Abkürzung für Evangelische öffentliche Bibliothek. Ich wurde schon erwartet. Frau G. zeigte mit den Leseraum und die Kirche – modern, klare Formen, sandsteinbeige und graublau-schimmerne Wände und eine beeindruckende Spitzbogen-Deckenkonstruktion, insgesamt sehr schön, Baujahr 1953. Kurz danach trafen zwei Kindergartengruppen im Vorschulalter ein. Nach der Begrüßung durch Frau G. stellte ich mich vor. Zum ersten Mal war Josephine, die Weihnachtsmaus gefragt. Ich wählte die Geschichte von Hans Schneemann und Anton Kolk aus. Der Rabe Anton krächtzte ordentlich herum, zur Freude der Kinder. Fast alle hingen wirklich gebannt an meinen Lippen. Nachdem dieses Abenteuer gut ausgegangen war, bat man mit um eine weitere Geschichte. Diesmal las ich die Chorprobe beim Wichtelchor vor. Obwohl mir einige Kinder versichert hatten, dass sie auch im Chor singen, gab es wohl noch keine Einsing-Übungen wie bei den Wichteln. Das mussten wir dann gemeinsam ausprobieren: Einatmen, Bauch dabei aufblasen, ausatmen und FFFFFT dabei zischen. Alle waren mit Feuereifer dabei. Und dann haben wir sogar das Weihnachtshaus-Lied gesungen. Alle hatten viel Spaß! Mein  zweiter Termin war ca….

Käpt’n Book im Drachenfelser Ländchen
Autorin on tour / 10. November 2015

Heute konnte ich länger schlafen und ganz gemütlich frühstücken. Kein Stau auf der Autobahn, über die mich mein Navi irgendwie immer fahren lässt. Deshalb war ich schon früh an meiner heutigen „Arbeitsstelle“, die sich sicher viele Kitas und Kindergärten ebenso wie Gemeinden wünschen würden: groß, hell, modern und zweckmäßig auch für Seminare und vieles mehr zu gebrauchen. Nach dem Aufbauen meinerseits kamen meine ersten Zuhörer: drei bis vier ca. Zweijährige trugen je eine kleine Matte zum daraufsetzen. Als alle Platz gefunden hatten und erwartungsvoll auf den Anfang warteten, wurde ich ein bisschen nervös. Kann man denn sooo kleinen Kindern wirklich 20 Minuten lang vorlesen? Vermutlich nicht. Ich habe dann zuerst ein bisschen von Lisa und dem zu Bett gehen erzählt, vom Traumland, vor dem ein Mädchen anscheinend Angst hatte, denn sie wollte partout nicht dorthin gehen. Ich zeigte ihnen die Bilder im Buch und als Lisa dann auf den Drachen traf, zauberte ich Drissie Lie, meinen kleinen grünen Drachen hervor. Mit ihm als „Handpuppe“ und einer abschließenden Streichel- und Nase an Nase-Orgie waren wir alle erschöpft. Die Kinder gingen zurück in ihre Gruppe, und ich erwartete die nächste Gruppe. Überraschung! Da kamen über 60 Kinder mit Bänkchen und Betreuerinnen –…

Käpt’n Book – Die ersten Lesungen
Autorin on tour / 9. November 2015

Mit einem leichten Fehlstart ging es los. Ruckzuck stand ich auf der Autobahn, im wahrsten Sinne des Wortes. Zum Glück war es wohl nur übliche morgendliche Stau, aber wenn du weisst, dass mindestens zwanzig Kinder auf dich warten, wirst du ganz schön hibbelig. Aber es war genügend Zeit eingeplant (gute Planung!), so dass ich noch meine Bücher und zusammen mit Herrn Ripp, dem ehrenamtlichen Leiter der katholischen öffentlichen Bibliothek KöB Kerpen, die Stühlchen nach meinen Wünschen stellen konnte. Dann stieß Frau Immisch, Kulturdezernentin der Stadt Kerpen, dazu, mit der ich schon ein sehr nettes Telefonat bei den Vorbereitungen hatte. Dann kam die erste Kindergartengruppe mit zwei Erzieherinnen. Manchen sah man an, dass sie noch sehr müde waren, aber die meisten der 22 waren schon recht munter. Sie lauschten -meist aufmerksam- meinem Vorlesen. Richtige Fragen hatten sie noch keine, dafür waren sie wohl noch zu klein. Aber auf meine Fragen hatten sie Antworten. Das Zeigen der Buchenäste und der Baumscheibe kam gut an, auch die Andenkenslesezeichen mit der rotgrünen Buche wurden gerne mitgenommen. In der Pause unterhielten wir uns zu dritt über das Lesefest, Kinder und Lesen überhaupt und die wenigen finanziellen Mittel, die von den Kommunen zur Verfügung gestellt werden….

Eröffnungsfest Käpt’n Book
Autorin on tour / 8. November 2015

Es ist soweit. Nach einem gemütlichen Frühstück und einem zweiten Kaffee bin ich mit einem vollgepackten Auto nach Bonn gestartet. Bei Supersonnenschein und wenig Verkehr war ich schon nach knapp zwei Stunden in Bonn und habe im Hotel eingecheckt. Es ist ein richtiges Buisness-Hotel – alles geht mit Magnetkarte und ist sehr zweckmäßig, aber nicht langweilig. Schnell ausgepackt und frisch gemacht, bin ich dann mit der Stadtbahn (freies Ticket für die Aufenthaltszeit inklusive) zur Bundeskunsthalle gefahren. Was soll ich sagen? Sie ist sehr groß und modern und aus Beton, aber das Licht innen ist sehr gut. Ich war so verblüfft, dass ich vergessen habe, ein Foto zu machen; ich werde mich bessern! Menschen über Menschen in den Fluren und in Schlangen vor den Leseräumen. Ich wurde sehr herzlich begrüßt und von Frau J. durch alle Räume geführt. Gemeinsam nahmen wir an einer Lesung mit Unterstützung moderner Technik teil: Beamer, Laserpointer, Riesenleinwand. Das ist schon was anderes als im Kindergarten. Wobei ich damit auf keinen Fall sagen will, dass Technik beim Vorlesen wichtig oder gar nötig ist. Wenn die Zuhörergruppe so in etwa 30 Kinder groß ist, glaube ich, dass Technik eher stört. Bei einer Lesung aus meinem Schottland-Buch für Erwachsene…

Fahrplan Käpt’n Book
Autorin on tour / 6. November 2015

Tja, ich habe das wild zusammengestellte noch einmal geprüft und jetzt sieht es so aus, als würde neben den Büchern auch noch Platz für meinen Koffer, das Laptop und sogar für mich sein ;-). Das war heute früh. Danach hatte ich noch einen längeren Termin in Bad Homburg zu erledigen. Was zu Essen kaufen, nach hause, futtern und Füße hochlegen war fast eins. Jetzt beschäftige ich mich noch mit dem „Fahrplan“. Das ist die Zusammenstellung, wann ich wo lese, aus welchem Buch, für wieviele Kinder und Spezielles. Es gibt sogar eine Rubrik „Entfernung in km und Zeitaufwand“ – tolle Planung. Apropos Kinder: groben Schätzungen nach werde ich vor insgesamt etwa 350 Kindern lesen – toll! Sollte jemand von meinen Blog-Lesern zufällig in Bonn oder näherer Umgebung wohnen, meine Veranstaltungen findet man unter http://www.kaeptnbook-lesefest.de/kalender/autor/199 . Ansonsten gibt es noch zahlreiche Veranstaltungen neben den Lesungen und auch diverse Familienfeste. So, jetzt füttere ich mein Navi mit den Veranstaltungsadressen und ergänze die Rubrik „Spezielles“ mit Buch- und Kinderinfos. Morgen gehört dem Koffer packen und meinem Mann. Bis Sonntag dann, Elfi Zuletzt aktualisiert am: 7/11/15

Packen für Käpt’n Book
Autorin on tour / 5. November 2015

Wer hätte das gedacht? Ich war ja schon auf vielen Veranstaltungen, Lesungen, auch Märkten usw., aber dieses Mal ist die Auswahl wirklich nicht leicht. Ich habe von verschiedenen Veranstaltern (=Lesungsorte) das Angebot, einen Büchertisch aufzubauen. Damit sich die Erzieher/innen und sonstigen Begleitpersonen bzw. erwachsene Zuhörer meine Bücher in Ruhe anschauen können. Toll – aber nehme ich sie alle mit? Oder nur die für Kinder? Wenn jemand ein Buch kaufen will: schreibe ich nur eine Bestellung oder nehme ich ein paar Bücher zum Direktverkauf mit? Fragen über Fragen… und je länger ich nachdenke, umso chaotischer sieht es hier aus. Ein paar Dinge habe ich neben meiner normalen Arbeit und dem Packen noch „auf die Reihe gekriegt“ (wie man hier so sagt). Auch eine Stunde Gitarrenunterricht war noch dabei und nicht zu vergessen: meine tolle Neuerwerbung für Bonn: ein Trolley. Jetzt muss ich meine Sachen nicht tragen (Bücher haben ein ziemliches Gewicht), sondern kann sie fahren. Als weiteres Bonbon habe ich aus Bonn noch eine Einladung bekommen: Montag, 9.11. ein Lieder- und Gesprächsabend im Haus der Geschichte zu 25 Jahre Deutsche Einheit mit anschließender Autoren-Gesprächsrunde. Ich bin schon sehr gespannt. Eins noch: Ich glaube, ich melde mich dann erst am Sonntagabend nach…

Lesefest Käpt’n Book 2015 -Vorbereitung
Autorin on tour / 3. November 2015

Also, los geht’s. Ganz am Anfang stand ein Anruf. So ein plötzliches aus dem Alltagstrott gerissen werden mit den Worten: „Guten Tag, mein Name ist Frau … , und ich rufe an im Auftrag des Kulturamtes Bonn. Haben Sie schon einmal eine Lesereise gemacht? Und hätten Sie Lust, bei unserem Lesefest Käpt’n Book teilzunehmen?“ Es folgten Erklärungen, wann und was da statt findet und wieder die Frage: „Hätten Sie denn Interesse daran?“ Auf jeden Fall hatte ich Interesse, denn wie oft schneien solche Einladungen schon ins Haus? Mir wurden auf mein „Ja“ hin Unterlagen und Verträge angekündigt und dann auch später zugeschickt. Das war alles schon recht früh in diesem Jahr, und für mich ganz persönlich sehr passend, denn ich hatte eine Aufmunterung im Sinne von Anerkennung recht nötig nach unserem Autounfall im März. „Unser“ kommt vielleicht noch öfter vor: das sind mein Mann und ich. Also hatte ich etwas, aus das ich mich schon mal freuen konnte und das ist, wie ich es jetzt ein bisschen besser – immer noch nur vom Hören-Sagen und aus dem Internet – einschätzen kann, eine wirklich große Veranstaltung. Und jetzt sind es nur noch ein paar Tage, bis ich mit einem vollgepackten Auto…